Pflanzenschutz im Rebberg

Manche mögen sich wohl wundern, Traktor und Aufsattelspritze im Bio-Rebberg, wie geht das zusammen? Unsere Pflanzenschutzmassnahmen mögen im ersten Moment irritieren.

Wir verwenden jedoch keine giftigen Substanzen, sondern Fenchelöl, Kupfer (als natürliches Element), Natriumhydrogencarbonat und pflanzliche Stärke (Mais- und Kartoffelstärke). Wir betreiben in unserem Bio-Rebberg ausschliesslich Pflanzenschutz, keine Schädlingsbekämpfung.

Am Hörnliberg sind nur PIWI (pilzwiderstandsfähige) Traubensorten gepflanzt, dies reduziert den Bedarf an Pflanzenschutz. Wir sind sehr bemüht, möglichst wenig Kupfer zu verwenden, da es als Schwermetall im Boden verbleibt und diesen belastet. Unser Ziel ist es, kupferfrei zu produzieren. Letztes Jahr haben wir weniger als ein Drittel der erlaubten Menge verwendet. Dies erreichen wir dadurch, dass wir nur nach Bedarf spritzen und die Pflanzenschutz-Massnahmen kurzfristig und dem Wetter angepasst planen.

Der Bio-Pflanzenschutz arbeitet ausschliesslich präventiv. Ist der Pilz auf der Pflanze, können wir diesen kaum mehr bekämpfen. Dies erfordert eine sehr gute und regelmässige Beobachtung der Pflanze und der klimatischen Bedingungen. Auch viele der von Hand durchgeführten Pflegearbeiten wie Stammputzen, Erlesen und Einschlaufen haben einen grossen positiven Einfluss, auf den Pflanzenschutz.

Folgende Pilzerkrankungen versuchen wir mit unseren Massnahmen von den Reben fernzuhalten: Falscher und echter Mehltau und Graufäule (Botrytis).

 

Ohrkriecher Mittel rotated Ohrkriecher mit Gelege Mittel Marienkaefer Mittel 1 rotated