Seit dem Frühjahr sind wir mehrmals wöchentlich mit bis zu 10 Personen im Rebberg. Dabei fallen sehr viele verschiedene Arbeiten mit unterschiedlicher Komplexität an, was für unseren Auftrag der Arbeitsintegration ideal ist. So können wir für jede und jeden eine passende Arbeit finden. Es sind dies zum Beispiel: Einschlaufen, ausbrechen, Geiztreibe und Stockausschläge entfernen, mähen, Jungreben giessen und viele weitere kleine und grössere Arbeiten.
Nun starten wir mit ersten Laubarbeiten. Dabei achten wir darauf, dass die Rebzweige und insbesondere die Trauben gut durchlüftet und somit weniger pilzanfällig sind. Je nach Sorte muss aber auch darauf geachtet werden, nicht zu viel Laub zu entfernen, damit die Trauben keinen Sonnenbrand bekommen.
In Bälde starten wir mit einer neuen Biodiversitätsmassnahme: Dem Walzen. Dabei wird die Wiese zwischen den Reben anstatt geschnitten, gewalzt. Dadurch werden die Halme beschädigt, aber bleiben am Leben. Dies bietet verschiedene Vorteile wie höhere Bodenfeuchtigkeit, Verlangsamung des Graswachstums und Erhöhung der Biodiversität. Zusätzlich haben die Pflanzen die Möglichkeit Samenstände auszubilden und sich zu vermehren. Wir werden, wie bereits bisher beim Mähen, nur jede zweite Reihe bearbeiten, sodass ein Rückzugsort für die Insekten und Nützlinge erhalten bleibt.



